ES ist ein magazin für künstlerportraits aus der region ulm und dient als hauptzentrale subliminaler bildfrequentierung und somnanbulistischer reizüberflutung in anlehnung an dr. faustroll's grundidee der pataphysisch realen existenzordnung.
anlässlich des mangels einer weitestgehend antikommerziell basierten zeitschrift, die das ulmer kulturleben in jedweiligen richtungen der kunst abdeckt, haben wir den bedarf gespürt, ein forum zu gründen, das daraufhin bedacht ist, eine plattform für künstlerportraits und deren arbeiten zu sein.
ausliegend in bars, cafes, galerien, diversen kulturträgern.
dies stellt die zeitschrift unausweichlich vor fragen der identitätsfindung. woher nimmt sie sich denn nun ihre nahezu dreiste existenzberechtigung und das recht, in öffentlichen räumen auszuliegen? daraus abgeleitet, inwiefern ist ES durch die resonanz dritter einer abweichung von ihrer eigentlichen
natur unterworfen beziehungweise hatte sie jemals eine?
wir müssen zwangsweise davon ausgehen: museen sind friedhöfe der kunst, schlussfolgernd die galerien somit die waisenhäuser jener kunst, die verwahrlost nach ihrem käufer, besser gesagt adoptiveltern lechzt. galeristen, die unterbezahlten erzieher jener weissen anstalten und kuratoren - verstanden als die schwarzen totengräber.
in diesem rahmen findet ES wohl irgendwo durchaus ihren platz, vielleicht sogar als platzhalter. jedoch mit gutem gewissen, da sie sich vorerst nicht versteht - wie ein tier vor einem spiegel, insbesondere aber mitunter nicht zu verstehen geben möchte.
was tatsächlich bleibt, ist die in restzweifel getränkte ambition der in den rillen der kopfsteinpflaster dieser stadt versteckten instanz beziehungsweise der verschleierten geruchshaarpracht der blauen tinte ihr geheimnis zu entlocken ...
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